Das Alpenhaus

Das Alpenhaus wurde bis 1907 für 273 Patientinnen erbaut. Auf dem Dach befand sich einer von drei im Heilstättenareal miteinander in Verbindung stehender Wasserbehälter. Gegen Ende des Krieges in Brand geschossen, wurde es nach dem Krieg nicht wieder in Betrieb genommen und wird seitdem von der Natur zurückerobert.

Als größte Ruine eines Profanbaus in Brandenburg, welche Betrachter an die Schrecken und Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg erinnert, steht der größte Teil des Baukörpers pflanzenumrankt in imposanter Größe inmitten des Waldparks. Seit 2015 überspannt der erste Bauabschnitt des Baumkronenpfades dieses Bauwerk und ermöglicht einen ungefährdeten Einblick in alle Etagen des Gebäudes, auf das seit April 1945 im Dachgeschoß wachsenden Biotop und das beeindruckende Stahlskelett des Wassertanks. Bei Führungen durch das Gebäude werden Interessierten sowohl technische Relikte, als auch Spuren von hier stattgefundenen Filmarbeiten, aber auch Zeugnisse der Eroberung dieses Bauwerks durch Pflanzen und Tiere nahegebracht. Das Alpenhaus wird als Monument der Erinnerung und als Beispiel für die Epoche des Verfalls in den Beelitzer Heilstätten in seinem Zustand belassen.

Führungen durch das Alpenhaus

Weitere interessante Einblicke in das Wirken vergangener Tage erwarten Sie bei einer unserer Gebäudeführungen mit unseren geschichtskundigen Guides.