Zu Entdeckungen & Inspiration

Stahlharte Fakten

Erbaut wurde der Baumkronenpfad, als feuerverzinkte Stahlkonstruktion aus handelsüblichem Baustahl S235, zwischen Juni und August 2015.

  • Gesamthöhe bis Dachoberkante 40,50m (ab Geländehöhe 67,40 m über Meeresspiegel)

  • 200 Stufen bis zur obersten Aussichtsplattform des Turmes

  • Fahrstuhl der Firma KOHNE über alle Ebenen bis zur obersten Aussichtsplattform

  • Holzbelag auf dem Pfad und den Plattformen aus Sibirische Lärche

  • Ebenen auf 7,20m / 14,40m / 21,60m / 28,80m / und 36,00m

  • Gesamtgewicht der Stahlkonstruktion ca. 170 Tonnen

  • Gewicht jedes der neun Einbauteile in den Fundamenten allein je 500kg (also insgesamt 4,5 Tonnen)

  • Fundamentvolumen ca. 280m³, also etwa 700to Beton, davon ca. 13 Tonnen Bewehrungsstahl

  • Höhe (bzw. Tiefe) jedes Fundamentblockes nur 1,50m

  • Verankerung der Stahlkonstruktion auf dem Fundament mit insgesamt 27 Zugstangen M64

„Wandern, wo sonst nur die Vögel fliegen“

In Baumkronen wandeln

Der Blick schweift bis nach Berlin und hinüber zum Fläming. Spektakulär ist der Weitblick von der obersten Ebene des Aussichtsturmes, welche, wie auch der Baumkronenpfad selbst, mit einem Fahrstuhl erreichbar ist. Seit 2015 wird die Weltkriegsruine „Alpenhaus“, von unserem Baumkronenpfad überbrückt. Auf ihr wächst seit 1945 ein einmaliger Dachwald. Diesen und rund 65 Baum-und Straucharten des historischen Heilstättenparks können Besucher aus einer einzigartigen Perspektive, barrierefrei erkunden.

Der Pfad schwingt sich über das Gebäude und gibt Blicke auf eingewachsene Bettgestelle und Türzargen frei, die seit der Zerstörung des Gebäudes Wind und Wetter ausgesetzt sind.

Von oben können Besucher einen magischen Ort aus einer einzigartigen Perspektive erblicken und den Charme der Architektur der Sanatorien sowie der historischen Gartenanlage betrachten.

Umstanden von Kiefernwäldern gleicht das historische Heilstätten-Areal von oben einem bunt funkelnden Mosaik – gerahmt von dunkelgrünem Samt. Heute noch finden sich rund 65 verschiedene Baum- & Gehölzarten in einer der flächenmäßig größten Waldparkanlagen Brandenburgs, was insbesondere am Beginn des Frühlings für zauberhafte Farbspiele in entsprechend vielfältigen Grüntönen sorgt. Fotografen bevorzugen hingegen oft auch den Winter, wenn die interessanten Motive der Kaiserzeitbauten durch die sonst belaubten Äste hindurch zu sehen sind. Allen Herbstbesuchern gefällt das leuchtende Rot und Gelb der Bättervielfalt.

An der Zukunft geschraubt

Für die künftigen Besucher sicherlich von großem Interesse dürfte die 2020 startende Erweiterung des Baumkronenpfades sein. Wenn alles gut geht, können bereits in den Sommerferien Gäste aus der Vogelperspektive die Heino-Schmieden-Bauten des ersten Bauabschnittes (bis 1902 errichtet), aber auch die Chirurgie von der Südseite her betrachten. Ein Ringlauf führt dann vom und zum Aussichtsturm (barrierefrei) in großem Bogen durch das Gelände. Hier werden auch Erlebniselemente integriert, welche besonders jüngeren Besuchern Spaß bereiten werden. Alle Baumaßnahmen werden bei laufendem Betrieb durchgeführt, so dass Interessierte jederzeit auch besonders spektakuläre Kraneinsätze beobachten können.